Das Präventionsforum

Wir wollen in unseren Foren nicht über Krankheiten reden, sondern darüber, wie man sie vermeidet. Wie man es schafft, nicht krank zu werden. Wie man sein Energielevel erhöht, seine Lebensqualität nachhaltig steigert. Wie man auf der Ideallinie durch die Kurven des Lebens fährt ohne an Krankheiten anzuecken, an die Mauer zu fahren oder gar aus der Bahn geworfen zu werden.  Wir reden über Vorausschau, über Abwägen, Risikotypen, Zukunftsdenken, gesundes Altern, Prävention und Lebensqualität.

 

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Das Forum ist kein Ersatz für eine ärztliche Beratung!

Es geht um Themen und Fragen rund um das Thema „Krankheiten aktiv vermeiden“ – für alle medizinisch orientierten Foren gilt jedoch: nur ein Arzt kann eine persönliche und fachlich basierte Diagnose stellen! Wenn Sie über einen längeren Zeitraum unter Beschwerden leiden – suchen Sie bitte unbedingt einen Arzt auf!

Wir wollen sensibilisieren: „Krankheiten aktiv vermeiden!

Wir wollen informieren: „Wie kann ich meine Gesundheit und damit meine Lebensqualität erhalten?

  • Medizinethische Fragen

    Medizinethische Fragen und Medizinethische Beratung Der Umgang mit Patienten, sei es im Krankenhaus, im Pflegeheim oder in der Praxis einer niedergelassenen Ärztin oder eines Arztes, kann ethische Fragen aufwerfen. Nicht immer sind diese ethischen Implikationen auf den ersten Blick zu erkennen und nicht in jedem… Mehr lesen»

  • Impfungen retten Leben

    Impfungen retten Leben Für Impfungen gibt es viele gute Gründe. „Bekommt man eine Impfung, wird man immun gegen bestimmte Erreger und man ist geschützt vor diversen Erkrankungen, die lebensbedrohlich werden können“, so Frau Dr. Kirchhof, Fachärztin für Innere Medizin und reisemedizinische Beratung. „Masern, Kinderlähmung, Hirnhaut-… Mehr lesen»

  • Burnout

    Wie Burnout gefährdet sind Sie? Sind Sie eventuell auch gefährdet? Testen Sie sich selbst und sehen Sie sich weitere Informationen sowie Präventionsmethoden der Praenobis Ärzte zu diesem Thema an. 1. Fühlen Sie sich oft gestresst – egal ob beruflich oder privat? 2. Haben Sie Schlafprobleme?… Mehr lesen»

  • Gesunde Überraschung zum Valentinstag

    Gesund und munter in den Valentinstag! Was haben Gesundheit und Romantik gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel, doch wir finden, dass das eine unmittelbar zu dem anderen gehört. Blumen am Valentinstag sind zwar eine nette Geste, aber nichts für die Dauer. Schöner wäre es,… Mehr lesen»

  • "Frieren" eine neue Wunderwaffe beim Abspecken!

    „Etwas mehr Kälte im Leben kann sich auf den Bauchumfang positiv auswirken.“ Das ist die These eines Forscherteams aus den Niederlanden. Wenn Menschen frieren, erhöht sich der Muskeltonus, der Körper zittert. Die muskuläre Thermogenese ist die direkte Antwort auf Kälte, der „Ofen“ wird angeheizt: Am… Mehr lesen»

  • Gesund bis ins hohe Alter

    Krankheiten aktiv vermeiden Wie wir gemeinsam Krankheiten aktiv vermeiden – und bis ins hohe Alter unseren Lebensspaß erhalten können.

  • Ihre Meinung zu Praenobis

    Seit Oktober 2010 gibt es die PRAENOBIS Ärzte GmbH. Unser Ziel ist es Krankheiten aktiv zu vermeiden.   Wir freuen uns an dieser Stelle über Ihre Meinungen und Kommentare.

  • Thema Schlaganfall

    Schlaganfall Bei einem Apoplex/Schlaganfall geht Gehirngewebe kaputt, da es nicht mehr mit Blut versorgt wird. Wenn der Schlaganfall in Gebieten des Gehirns stattfindet, welche nach außen wichtig sind, so spüren wir dieses schnell wie zum Beispiel durch eine Lähmung im Bewegungszentrum, durch eine Störung im… Mehr lesen»

  • Thema Herzinfarkt

    Haben Sie Fragen zum Thema „Herzinfarkt“ ? Wie kann ich einen Herzinfarkt vermeiden? Was für Untersuchungsmethoden gibt es? …was immer Sie wissen möchten, stellen Sie einfach Ihre Frage als Kommentar ein…  

  • Praenobis auf Facebook

    Praenobis geht auf Facebook... Warum? Immer mehr Menschen nutzen heutzutage soziale Netzwerke, um schnell und einfach an relevante Informationen zu gelangen. PRAENOBIS möchte allen Patienten, Freunden des Hauses und einfach Interessenten eine Austauschplattform anbieten, auf der neben Veröffentlichung vom wichtigen und interessanten Inhalt, eine echte,… Mehr lesen»

Fettstoffwechselstörungen

Fettstoffwechselstörungen sind Störungen der Verarbeitung und des Transports von Fetten im menschlichen Körper, die meist mit einer Erhöhung der Blutfettwerte einhergehen.

Freie Fettsäuren, Glyceride, Cholesterin und Cholesterinester sowie Phospholipide bilden die Hauptgruppen der im Plasma vorkommenden Lipide.

Symptome

Symptomlos

Der Fetttransport geschieht durch die Bindung der Lipide an die Proteine.

Die Kenntnis der Lipoproteine hat zu einer Differenzierungsmöglichkeit der Hyperlipidämien (besser Hyperlipoproteinämien) geführt. Mit geeigneten elektrophoretischen Verfahren lässt sich ein Lipidmuster bestimmen.

Verlauf

Risikofaktoren

Fettstoffwechselstörungen sind einer der höchsten Risikofaktoren für die Entstehung von Gefäß- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Als Ursache spielen neben der genetischen Veranlagung auch Ernährung und Lebensstil eine wichtige Rolle.

Die familiäre Hypercholesterinämie beruht auf einen, dominant  vererbten, genetischen Defekt des LDL-Rezeptors.

Therapie

  • Medikamentöse Therapie
  • Spezielle Ernährung

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Labor großes Blutbild, Hämatologie und klinische Chemie

Erektile Dysfunktion (ED)

Bezeichnet die Schwierigkeit eine Erektion zu bekommen oder aufrecht zu erhalten bis der Geschlechtsverkehr beendet ist.

Ursachen:

Die Ursachen sind vielgestaltig und werden z.B. durch Medikamente ausgelöst oder verstärkt, können Nebenwirkungen oder Folgeerscheinungen anderer Krankheiten (Zucker) sein und können nicht zuletzt auch bei psychischen Belastungssituationen auftreten.

Langjährige Einnahmen von Suchtmitteln oder Drogen wie Rauchen oder Alkohol können Blutgefäße oder Schwellkörper schädigen.

Symptome

Für die Betroffenen ist es eine schwerwiegende Erkrankung.

Durch moderne Untersuchungsmethoden kann inzwischen unterschieden werden, ob organische Leiden oder psychische Ursachen (wie Stress) eine Rolle spielen.

Mögliche Ursache von Erektionsproblemen:

  • Verkalkung der zuführenden Blutgefäße
  • Lecks in den Schwellkörpern zu den ableitenden Venen (nicht selten schwer zu erkennen)
  • Schädigung der Nerven (glatte Muskulatur) z.B. durch Op. oder Bestrahlung von  Prostata  und Mastdarm, Rückenmarkschädigung
  • Medikamente wie Neuro-Blocker (Antiepilektika, Antidepressiva), Betablocker, Antiandrogene

Verlauf

Die ED kann auch ein Vorbote bzw. ein Hinweis auf schwere Erkrankungen sein, wie

ein Herzinfarkt oder Schlaganfall. Nach einer diagnostizierten ED sollte auch eine internistische Untersuchungen folgen.

Die Krankheit kommt in jeder Altersgruppe vor und wird inzwischen sehr erfolgreich medikamentös behandelt. Wissenschaftlich untersucht und zugelassen sind die PDE-5-Hemmer, wie Viagra.

Schätzungsweise leidet jeder 2. Mann über 40 Jahre an ED.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Labor großes Blutbild, Hämatologie und klinische Chemie
  • 3D-Echokardiographie des Herzens
  • ABI (Arm-Bein-Index): Körperblutdurchlässigkeit
  • CT Herzkranzgefäße (640-Zeilen-3D)
  • Doppler-Sonographie der Carotiden (Ultraschall der 4 Halsschlagadern)
  • Mental-Diagnostik (Depressionen, Demenz, Psychosomatik, Burnout, Stressanalyse)
  • Messung des zentral-aortalen Blutdruckes (nicht-invasive Blutdruckmessung am Herzen)
  • MR Gehirn inkl. Gefäße (Zukunftsgucker, Mikroangiopathie, Aneurysma)
  • Urologische Untersuchungen (optional MR Prostata inkl. Spektroskopie)
  • Pulswellenanalyse (Gefäßalterbestimmung)
  • Sonographie Ober- und Unterbauch (Ultraschall)

Diabetes mellitus Typ I / II

Symptome

Vor allem Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren sind gefährdet an Typ-I Diabetes zu erkranken. Ursache der Krankheit können erbliche Veranlagungen oder vorausgegangene Infektionen sein, die das Immunsystem und damit die Insulinherstellung der Bauchspeicheldrüse erheblich beeinträchtigen. Laut einer Studie sind sogar drei bis fünf Prozent aller diagnostizierten Diabeteserkrankten von Typ-I betroffen. Ein häufig auftretendes Symptom bei Patienten im Kindesalter ist das ketoazidotische Koma (diabetisches Koma). Weitere Symptome, die auf die Erkrankung schließen lassen, sind beispielsweise quälender Durst, vermehrtes Wasserlassen, eine unerklärbare Gewichtsabnahme und allgemeine Kraftlosigkeit.

Der Altersdiabetes, also Typ-II Diabetes, tritt meistens erst im fortgeschrittenen Alter auf. Obwohl es hier auch Ausnahmen bei schwer übergewichtigen Kindern und Jugendlichen gibt. Mangelnde Bewegung und falsche Ernährung sind häufig Gründe für die Entstehung der Krankheit. Anders als beim Typ-I wird Diabetes Typ-II eigens, durch langjährig bestehende Risiken im Lebensstil, verursacht. Typisch für die Diabetes Typ-II Erkrankung sind Müdigkeit, Schwindel, vermehrter Durst und die Gewichtsabnahme.

Verlauf

Die Diagnose Diabetes mellitus Typ I erfolgt durch den Arzt in vielen Fällen erst nach mehrfachem Auftreten der typischen Diabetiker-Bewusstlosigkeit. Die Behandlung des Typ-I besteht zum einen aus der Insulintherapie und zum anderen aus einer diabetesgerechten, kohlenhydratadaptierten Ernährung.

Der Krankheitsbeginn von Typ-II Diabetes erfolgt schleichend und ohne bemerkbare Beschwerden. Aus diesem Grund kommt der Früherkennung dieser Erkrankung eine wichtige Bedeutung zu. Denn sie verhindert oft Folgekrankheiten an Herz, Nieren, Augen oder Nerven. Die Behandlung beschränkt sich nicht nur auf die Normalisierung des Blutzuckers, sondern beinhaltet auch lebensumstellende Maßnahmen, wie eine angepasste, zuckerarme Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität.

Therapie

Die Behandlung des Typ-I Diabetes besteht aus der Zufuhr des fehlenden Insulins mit einer Spritze, einem Pen oder einer speziellen Insulinpumpe. Die Therapie richtet sich nach dem aktuellen Blutzuckerspiegel, den aufgenommenen Kohlenhydraten und der geplanten sportlichen Aktivität. Für Betroffene und deren Angehörige werden Diabetiker-Schulungen angeboten, um den richtigen Umgang mit der Insulintherapie zu erlernen.

Menschen, die unter Diabetes Typ-II leiden, müssen sich einem konsequenten Lebenswandel unterziehen. Regelmäßiger Sport und eine Ernährungsumstellung genügen in den meisten Fällen schon aus, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Erst wenn diese Maßnahmen keinen Erfolg zeigen, wird vom Arzt zusätzlich blutzuckersenkende Medizin verschrieben.

Untersuchungen

Für Patienten unerlässlich sind die regelmäßigen Untersuchungen. Nicht nur der Besuch beim Arzt, sondern auch die alltägliche Selbstkontrolle des Blutzuckerspiegels fällt darunter. Mögliche Folgeerkrankungen können auf diese Weise rechtzeitig erkannt und behandelt, bzw. vermieden werden. Es wird außerdem empfohlen alle drei bis sechs Monate beim Hausarzt den Blutdruck und den Urin kontrollieren zu lassen, sowie die Blutzuckerwerte zu besprechen. Ebenfalls empfiehlt sich ein jährlicher Check beim Augenarzt und Neurologen.

BPH

BPH (Benigne Prostatahyperplasie)

Gutartige Vergrößerung der Prostata mit einhergehenden Beschwerden beim Wasserlassen.

Die Krankheit betrifft überwiegend Männer, die das 50. Lebensjahr überschritten haben. Andererseits gibt es in diesen Altersgruppen eine Vielzahl von Männern, die auch eine vergrößerte Prostata haben und dabei ohne Beschwerden sind. Diese Männer benötigen selbstverständlich keine Behandlung.

Symptome

  • Reizblase
  • Pollakisurie (häufiges Wasserlassen)
  • Nykturie (nächtliches Wasserlassen)
  • Restharn
  • Harnentleerungsstörung
  • Chronischer Harnverhalt mit Überlaufblase mit ständigem unwillkürlichen Harnabgang
  • Druckminderung beim Wasserlassen
  • Es dauert bis der Urin anfängt zu fließen;
  • Durch den verminderten Druck wird der Urinstrahl schwächer und die Zeit des Wasserlassens länger als 30 s.

Verlauf

Die Harnentleerungsstörung durch eine vergrößerte Prostata lässt sich in 3 Stadien einteilen:

  1. Stadium:
    Reizblase (erschwertes und verzögertes Wasserlassen), Pollakisurie (häufiges Wasserlassen), Nykturie (nächtliches Wasserlassen), keine Restharn
  2. Stadium:
    Beschwerden wie im Stadium 1, jedoch mit Restharn
  3. Stadium:
    Chronischer Harnverhalt mit Überlaufblase (maximale Füllung der Harnblase mit ständigem unwillkürlichen Harnabgang).

Therapie

Beschwerden des Wasserlassens werden mit 2 Gruppen Medikamenten abhängig von den Beschwerden sehr effektiv behandelt. Teilweise so effektiv, dass langfristig auf eine Operation verzichtet werden kann.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Labor großes Blutbild, Hämatologie und klinische Chemie, Tumormarker (PSA)
  • MR Abdomen
  • Urologische Untersuchungen (optional MR Prostata inkl. Spektroskopie)

Organe

  • Prostata

AMD

AMD = Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) s.a. Makuladegeneration

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung des zentralen Augenhintergrundes im höheren Lebensalter und betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Hierbei kommt es zu krankhaften Veränderungen der Netz- und Aderhaut. Dies äußert sich in einem Absterben der „Sehzellen“ (in der Netzhaut) und des sie versorgenden Pigmentepithels (unter der Netzhaut) mit narbigen Umbauprozessen in der Folge. Gerade die zentrale Netzhaut ist dafür sehr anfällig, da hier ein hoher Stoffwechseldurchsatz stattfindet, woraus die zentrale Sehverschlechterung resultiert.

Symptome

  • Trockene Makuladegeneration
    Der Patient bemerkt in der Regel eine zentrale Sehverschlechterung, d. h. genau der Punkt, welcher fixiert werden soll, wird als grau und unscharf wahrgenommen. Bemerkt werden häufig Lesebeschwerden, da durch den Ausfall der zentralen Netzhaut der Text nicht mehr flüssig erfasst werden kann. Häufig werden Linien nicht mehr als gerade, sondern vielmehr als wellig wahrgenommen. Auch können ganze Bildinformationen im zentralen Gesichtsfeld fehlen.
  • Feuchte Makuladegeneration
    Diese krankhaften Gefäße sind undicht und instabil, so dass ein Flüssigkeitsaustritt und ggf. auch Blutungen aus den krankhaften Gefäßen erfolgen. Dies äußert sich in einer oft recht akuten Sehverschlechterung. Die feuchte Makuladegeneration ist deutlich seltener.

Risikofaktoren und Ursachen:

Risikofaktoren sind neben einer erblichen Belastung exzessive UV-Belastung (oxidativer Stress mit der Ausbildung freier Radikale) sowie Nikotinkonsum.

Generell sind zwei Formen der AMD zu unterscheiden:

Bei der trockenen AMD kommt es aufgrund einer eingeschränkten Mikrozirkulation zu einer Ablagerung von Stoffwechselendprodukten zwischen Netzhaut und Pigmentepithel. Dies führt zu einer Störung der Nährstoffversorgung der für den Sehprozess wichtigen Zellen, so dass diese in der Folge degenerieren. Auch bei erheblicher Veränderungen der Makula kann das Sehvermögen häufig noch erstaunlich gut sein. Subjektive Seheinschränkungen entstehen oft erst nach Jahren. Die trockene Makuladegeneration ist deutlich häufiger.

Verlauf

Therapie

Die Therapieoptionen der trockenen Makuladegeneration sind leider eingeschränkt. Eine gute Sonnenbrille sowie die Einstellung des Rauchens sind wichtig. Weiterhin kann es ggf. sinnvoll sein – je nach Stadium der Erkrankung –  bestimmte Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen (Lutein, Vitamin C und E u.a.). Der Erkrankungsverlauf kann hierdurch gebremst werden.

Bei der feuchten Makuladegeneration kommt es im Rahmen der degenerativen Umbauprozesse der Makula zu Einrissen unter dem Pigmentepithel, so dass hier Blutgefäße aus der Aderhaut unter und in die Netzhaut einsprossen können.

Die Therapieoptionen der feuchten Makuladegeneration sind in den letzten Jahren erfreulicherweise deutlich besser geworden und beinhalten in erster Linie Medikamentengaben in das Auge, welche die krankhaften Gefäße abdichten und zurückdrängen. Der Erkrankungsverlauf kann hierdurch gestoppt und teilweise auch gebessert werden. Es sind jedoch meistens wiederholende Medikamentengaben erforderlich.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • augenärztliche Untersuchung

Organe

  • Augen

Tumoren

Tumoren (gut- und bösartige)

TUMOR  ist im weiteren Sinne eine Zunahme von Gewebe unabhängig von der Ursache.

Neoplasie (Neubildung)  ist ein Begriff, welcher jedoch schon Bösartigkeit andeutet.

Es gibt zwei Einteilungen für Tumoren:

Gut- oder bösartig. Der Übergang ist jedoch fließend.

Ein unscharfer Begriff dafür, die „Raumforderung“, bezeichnet einen erhöhten Platzbedarf eines Gewebes oder eine tastbare Verhärtung, z.B. durch eine Schwellung oder Zyste.

Alle möglichen Gewebe können betroffen sein. Die  bösartigen werden umgangssprachlich als Krebs bezeichnet.

Eine andere Einteilung richtet sich nach der Zahl:

solitär (nur einmal vorkommend) oder an verschiedenen Stellen (multizentrisch oder multifokal).

Symptome

Differenzierung der Tumoren:

  • Benigne Tumoren
    Wachsen verdrängend wie eine Kartoffel; verdrängen das Nachbargewebe jedoch ohne es zu infiltrieren und bilden keine Absiedlungen bzw. Tochtergeschwulste (Metastasen).
  • Maligne Tumoren
    Wachsen in das Gewebe (wie Gras) und zerstören es. Durch die  Verbreitung über das Blut (hämatogen) oder die Lymphe (lymphogen) werden Metastasen (Tochter)geschwülste gebildet.

Achtung:

Einige benigne Tumoren können zu malignen Tumoren mutieren – z.B. Dickdarmpolypen zu Adenokarzinomen oder Stoffe wie z.B. Hormone produzieren, die zu schwerwiegenden Erkrankungen führen.

Verlauf

Bösartige Tumoren können aus bösartigen Vorstufen (Präkanzerosen) entstehen.

Einteilung der wichtigsten malignen Tumoren nach ihrer Herkunft:

  • Karzinome (Tumore, die sich von Epithel ableiten)
  • Sarkome  (Tumore, die sich von Binde- oder Stützgewebe ableiten)
  • Hämatologische Tumore (die sich von Blut- oder Blutstammzellen ableiten) wie Leukämien oder Lymphome

Eine weitere Einteilung der malignen Tumoren richtet sich nach Größe und Ausbreitung (TNM-Klassifikation). Dieses ist eine Einteilung, um für die weitere Diagnostik, Therapie und Prognose eine international einheitliche Beschreibung des Tumors zu gewährleisten.

T: Tumorgröße von T1 (klein bis 2,5 cm) bis T4 (groß),

N: Nodus (Lymphknoten befallen ja oder nein)

M: Metastasen vorhanden ja oder nein

 

Die R-Einteilung beurteilt das OP-Ergebnis (die Tumorfreiheit der Schnitt- oder Resektionsränder):

von R0 optisch und mikroskopisch kein Tumor mehr nachweisbar über

R1 mikroskopisch noch Tumor vorhanden bis

R2 makroskopisch mit dem bloßen Auge noch erkennbare Tumorreste

G: Grading teilt die Aggressivität des Tumors von G1 (wenig aggressiv) bis G9 (sehr aggressiv) ein.

Therapie

Das höchste Ziel ist die kurative (heilende) Tumorentfernung ( z.B.: durch Operation, Bestrahlung mit ionisierenden Strahlen und/oder (Poly-) Chemotherapie. Eine palliative Therapie hat das Ziel Beschwerden zu lindern.

Bösartige Tumoren sind nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in den industrialisierten Ländern.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Labor großes Blutbild, Hämatologie und klinische Chemie, Tumormarker, Hormone
  • CT Lunge
  • MR Abdomen
  • Optional Koloskopie virtuell oder konventionell
  • Hautuntersuchung (ggf. mit Video-Dermatoskopie)
  • Gynäkologische Untersuchung (optional MR Mammographie)
  • Urologische Untersuchungen (optional MR Prostata inkl. Spektroskopie)
  • Sonographie Ober- und Unterbauch (Ultraschall)
  • Sonographie Schilddrüse (Ultraschall)

Organe

  • Bauchspeicheldrüse
  • beide Lungenflügel
  • beide Nieren
  • Bindegewebe
  • Blase
  • Blut
  • Brust
  • Kolon (Dickdarm)
  • Galle
  • Gehirn
  • Harnblase
  • Haut und subkutanes Gewebe
  • Herz
  • Herzbeutel
  • Hoden
  • Hypophyse
  • Leber
  • Lymphknoten
  • Magen, Darm

AIDS

AIDS bezeichnet das Endstadium einer persistierenden, chronischen Infektion mit dem HIV (Human Immune Deficiency Virus), das zu einer zellulären Immunschwäche mit rezidivierenden opportunistischen Erkrankungen und Tumoren führt.

Häufige Übertragungswege:

  • Ungeschützter Sexualverkehr gilt heute als der häufigste Übertragungsweg.
  • Das Virus kann von der Mutter auf das Kind intrauterin (während der Schwangerschaft im Uterus)  durch eine Störung in der Plazenta-Blut-Schranke übertragen werden.

Symptome

Stadien-Entwicklung und Symptomatik:

  • Kategorie A:
    • Akute Infektion, asymptomatisches Latenzstadium („Symptomlosigkeit“)
    • Nach einer Inkubationszeit (Zeit zwischen Anstecken und Auftreten von Symptomen) von 1-3 Wochen kommt es meistens zu einer grippeähnlichen Symptomatik.
    • Kategorie B:
      • Symptomatisches Stadium ist geprägt von Erkrankungen, die auf einen zellulären Immundefekt hinweisen – wie Candidosen (Pilzerkrankungen), anhaltendes Fieber, Diarrhoe etc.
      • Kategorie C:
        • In dieser Kategorie sind die Patienten klinisch symptomatisch und das Stadium ist geprägt von AIDS-definierten Erkrankungen.

Verlauf

Die Infektion durch das HIV-Virus führt zu einer chronischen Erkrankung. Von der Infektion bis zum AIDS-Stadium braucht es bei jedem Patienten unterschiedliche Zeiträume.

Bisher ist eine HIV-Infektion nicht heilbar. Mit der Kombination der unterschiedlichen antiretroviralen Substanzen kann die Viruskonzentrationen im Blut praktisch auf Null reduziert werden.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Labor großes Blutbild, Hämatologie und klinische Chemie
  • Eine HIV-Infektion kann mit einer Blutuntersuchung für den Nachweis von HIV-Antigen bereits in den ersten Tagen nachgewiesen werden.

Organe

  • beide Lungenflügel
  • beide Nieren
  • Blut
  • Gehirn
  • Haut und subkutanes Gewebe
  • Herz
  • Leber
  • Lymphknoten
  • Magen
  • Darm

Leberzirrhose

Unter Leberzirrhose versteht man den Umbau der Leber. Aus Lebergewebe wird funktionsloses Narbengewebe mit einer zusätzlichen Zerstörung der Gefäßstruktur.

Dieses ist das Endstadium vieler entzündlicher oder toxischer   (Alkohol) Lebererkrankungen mit den Folgen:

  • Leberfunktionsstörung, Leberinsuffizienz
  • portale Hypertension (Pfortaderhochdruck)
  • hepatozelluläres Karzinom

Symptome

  • Verminderte Leistungsfähigkeit
  • ggf. Oberbauchbeschwerden
  • Störungen des Aminosäuren- und Eiweiß-, Kohlehydrat-, Gallensäure-Stoffwechsels

Verlauf

Therapie

Im Vordergrund steht die Prophylaxe, wie die Behandlung der Grunderkrankung und das Vermeiden aller potentiell lebertoxischen Substanzen (Alkohol und Medikamente).

Die Lebertransplantation stellt in der Mehrzahl der Fälle die einzige kurative Behandlung der Leberzirrhose dar.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Labor großes Blutbild, Hämatologie und klinische Chemie
  • Vitamine (u.a. Vitamin D)
  • Magenspiegelung (Gastroskopie)
  • Sonographie Oberbauch
  • MR Abdomen

Organe

  • Leber

Oxydativer Stress

Oxydativer Stress / Oxydative Kapazität

Oxydativer Stress wird heute in Verbindung gebracht mit der Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen, Förderung von Alterungsprozessen, Neubildung von Krebserkrankungen und anderem. Von oxydativem Stress sprechen wir, wenn die oxydative Kapazität erniedrigt ist. Diese oxydative Kapazität bildet den Schutzmechanismus unseres Körpers gegen Freie Radikale.

Symptome

Verlauf

Freie Radikale entstehen bei normalen Stoffwechselprozessen, vermehrt aber auch durch falsche Ernährung, Rauchen, Alkohol, UV-Strahlung, Arzneimittel, körperlichen oder psychischen Stress und vieles mehr. Durch bestimmte Enzyme, aber auch durch über die Nahrung zugeführte Substanzen, wie Vitamine und Spurenelemente, werden die freien Radikale abgefangen.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Labor großes Blutbild, Hämatologie und klinische Chemie
  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers):
  • Optional Nahrungsmittelanalyse inkl. Allergiendiagnostik, Intoleranzen und antioxidativer Stress

Organe

  • Magen, Darm
  • Kolon (Dickdarm)
  • Blut

 

Nierenkrankheiten

Die Nierenkrankheit oder Nierenschwäche ist ein Sammelbegriff für ganz unterschiedliche Ursachen,  die letztlich alle gemeinsam zu einer Abnahme der Nierenfunktion führen.

Symptome

Sehr lange Zeit keinerlei Symptome. Bis bei zufälligen Blutuntersuchungen die Nierenfunktionsstörung (erhöhtes Kreatinin) auffällt.

Eine Niere kann die Funktion der anderen voll übernehmen.

Verlauf

Die Ursache von Nierenfunktionsveränderungen sollten immer durch einen Facharzt abgeklärt werden. Nur selten kommt es zu einer langsamen und stetigen Funktionsverschlechterung der Nieren.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Labor großes Blutbild, Hämatologie und klinische Chemie
  • MR Abdomen
  • Sonographie Aorta/Ober- und Unterbauch (Ultraschall)

Organe

  • Nieren