Das Präventionsforum

Wir wollen in unseren Foren nicht über Krankheiten reden, sondern darüber, wie man sie vermeidet. Wie man es schafft, nicht krank zu werden. Wie man sein Energielevel erhöht, seine Lebensqualität nachhaltig steigert. Wie man auf der Ideallinie durch die Kurven des Lebens fährt ohne an Krankheiten anzuecken, an die Mauer zu fahren oder gar aus der Bahn geworfen zu werden.  Wir reden über Vorausschau, über Abwägen, Risikotypen, Zukunftsdenken, gesundes Altern, Prävention und Lebensqualität.

 

So funktioniert es:

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Das Forum ist kein Ersatz für eine ärztliche Beratung!

Es geht um Themen und Fragen rund um das Thema „Krankheiten aktiv vermeiden“ – für alle medizinisch orientierten Foren gilt jedoch: nur ein Arzt kann eine persönliche und fachlich basierte Diagnose stellen! Wenn Sie über einen längeren Zeitraum unter Beschwerden leiden – suchen Sie bitte unbedingt einen Arzt auf!

Wir wollen sensibilisieren: „Krankheiten aktiv vermeiden!

Wir wollen informieren: „Wie kann ich meine Gesundheit und damit meine Lebensqualität erhalten?

  • Medizinethische Fragen

    Medizinethische Fragen und Medizinethische Beratung Der Umgang mit Patienten, sei es im Krankenhaus, im Pflegeheim oder in der Praxis einer niedergelassenen Ärztin oder eines Arztes, kann ethische Fragen aufwerfen. Nicht immer sind diese ethischen Implikationen auf den ersten Blick zu erkennen und nicht in jedem… Mehr lesen»

  • Impfungen retten Leben

    Impfungen retten Leben Für Impfungen gibt es viele gute Gründe. „Bekommt man eine Impfung, wird man immun gegen bestimmte Erreger und man ist geschützt vor diversen Erkrankungen, die lebensbedrohlich werden können“, so Frau Dr. Kirchhof, Fachärztin für Innere Medizin und reisemedizinische Beratung. „Masern, Kinderlähmung, Hirnhaut-… Mehr lesen»

  • Burnout

    Wie Burnout gefährdet sind Sie? Sind Sie eventuell auch gefährdet? Testen Sie sich selbst und sehen Sie sich weitere Informationen sowie Präventionsmethoden der Praenobis Ärzte zu diesem Thema an. 1. Fühlen Sie sich oft gestresst – egal ob beruflich oder privat? 2. Haben Sie Schlafprobleme?… Mehr lesen»

  • Gesunde Überraschung zum Valentinstag

    Gesund und munter in den Valentinstag! Was haben Gesundheit und Romantik gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel, doch wir finden, dass das eine unmittelbar zu dem anderen gehört. Blumen am Valentinstag sind zwar eine nette Geste, aber nichts für die Dauer. Schöner wäre es,… Mehr lesen»

  • "Frieren" eine neue Wunderwaffe beim Abspecken!

    „Etwas mehr Kälte im Leben kann sich auf den Bauchumfang positiv auswirken.“ Das ist die These eines Forscherteams aus den Niederlanden. Wenn Menschen frieren, erhöht sich der Muskeltonus, der Körper zittert. Die muskuläre Thermogenese ist die direkte Antwort auf Kälte, der „Ofen“ wird angeheizt: Am… Mehr lesen»

  • Gesund bis ins hohe Alter

    Krankheiten aktiv vermeiden Wie wir gemeinsam Krankheiten aktiv vermeiden – und bis ins hohe Alter unseren Lebensspaß erhalten können.

  • Ihre Meinung zu Praenobis

    Seit Oktober 2010 gibt es die PRAENOBIS Ärzte GmbH. Unser Ziel ist es Krankheiten aktiv zu vermeiden.   Wir freuen uns an dieser Stelle über Ihre Meinungen und Kommentare.

  • Thema Schlaganfall

    Schlaganfall Bei einem Apoplex/Schlaganfall geht Gehirngewebe kaputt, da es nicht mehr mit Blut versorgt wird. Wenn der Schlaganfall in Gebieten des Gehirns stattfindet, welche nach außen wichtig sind, so spüren wir dieses schnell wie zum Beispiel durch eine Lähmung im Bewegungszentrum, durch eine Störung im… Mehr lesen»

  • Thema Herzinfarkt

    Haben Sie Fragen zum Thema „Herzinfarkt“ ? Wie kann ich einen Herzinfarkt vermeiden? Was für Untersuchungsmethoden gibt es? …was immer Sie wissen möchten, stellen Sie einfach Ihre Frage als Kommentar ein…  

  • Praenobis auf Facebook

    Praenobis geht auf Facebook... Warum? Immer mehr Menschen nutzen heutzutage soziale Netzwerke, um schnell und einfach an relevante Informationen zu gelangen. PRAENOBIS möchte allen Patienten, Freunden des Hauses und einfach Interessenten eine Austauschplattform anbieten, auf der neben Veröffentlichung vom wichtigen und interessanten Inhalt, eine echte,… Mehr lesen»

Obstipation

Obstipation (Stuhl-Verstopfung)

Die habituelle (gewohnheitsgemäße) Obstipation ist eine typische Zivilisationskrankheit. Bei Ländern mit einem hohen Verzehr von Ballaststoffen, wie Gemüse, Obst oder Getreideprodukten, Müsli etc.) sind Beschwerden wie Obstipation oder der assoziierten Begleiterkrankungen wie Hämorrhoidalleiden (knotenförmige Schwellung im After) und Divertikulose (Vielzahl von Wandausstülpungen, z.B. im Darm) fast unbekannt.

Symptome

Die Obstipation ist nur ein Symptom (keine Krankheit) mit zu hartem, zu seltenem Stuhlgang (weniger als 3 Entleerungen/Woche).

Die Obstipation ist oft mit dem Gefühl der inkompletten Entleerung nach Defäkation (Stuhlentleerung) verbunden.

Krankheiten, die eine Obstipation fördern:

  • metabolisch (Stoffwechsel betreffend): Diabetes, Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), Hyperkalzämie (erhöhter Gehalt von Kalzium im Blut), Hypokaliämie (verringerter Gehalt von Kalium im Blut)
  • gastrointestinal (Magen und Darm betreffend): Darmkrebs, Divertikulose s.o., Hämorrhoiden
  • neurologisch: Depression
  • Bindegewebserkrankungen: Systemische Sklerose (Verhärtung von Geweben), Amyloidose (amyloide Degeneration)
  • chronische Schmerztherapie (Opiate)

Verlauf

Therapie

Diese besteht in erster Linie in einer eingehenden Beratung und Aufklärung mit dem Ziel, Änderungen falscher Gewohnheiten beim Essen und der täglichen Lebensführung zu erzielen.

Die wichtigsten Maßnahmen sind

  • erhöhte körperliche Aktivität
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • ballaststoffhaltige Kost

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Labor großes Blutbild, Hämatologie und klinische Chemie
  • MR Abdomen
  • Optional Koloskopie virtuell oder konventionell
  • Sonographie Ober- und Unterbauch (Ultraschall)

Organe

  • Kolon (Dickdarm)

Colon irritabile

Frühere Bezeichnung „Spastisches Kolon mit Schmerz“ beschreibt  dieses Reizdarmsyndrom sehr treffend. Diese Funktionsstörung im unteren Gastroinstestinaltrakt kann durch Stress, Infektionen oder Medikamente verursacht werden.

Symptome

Schleimige Stuhlentleerungen mit Blähgefühl

Intermittierende, abdominelle (Bauch-) Schmerzen, die sich nach Stuhlgang bessern

Wechsel zwischen Obstipation (Verstopfung) und Diarrhoe (Durchfall)

Gefühl der unvollständigen Darmentleerung

Verlauf

Bei Patienten mit neurotischer Persönlichkeitsstruktur können die o.g. Beschwerden schon bei geringen emotionalen Reizen, besonders nach dem Essen, ausgelöst werden.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Labor großes Blutbild, Hämatologie und klinische Chemie
  • MR Abdomen
  • Optional Koloskopie virtuell oder konventionell
  • Sonographie Ober- und Unterbauch (Ultraschall)

Organe

  • Kolon (Dickdarm)
  • Lymphknoten

Colitis ulcerosa

Colitis ulcerosa

Eine entzündliche Erkrankung, welche die Schleimhaut des Dickdarms, vorzugsweise Rektum und linksseitiges Kolon, befällt und einen chronischen und rezidivierenden Verlauf aufweist. Die erkrankte Kolonschleimhaut zeigt vielfältige immunologische Störungen. Die familiäre Häufung spricht für genetische Faktoren.

Symptome

Unklare abdominelle (Bauch-) Schmerzen, breiig-schleimige und bluthaltige Stühle mit Tenesmen (schmerzhafter Stuhlgang), Fieber, Gewichtsverlust, Anämie (Blutarmut), Leukozytose (Vermehrung der weißen Blutkörperchen), Dehydration ( Verlust an Wasser im Körper)

Bei der mittelschweren Form sind Rektum und größere Abschnitte des Kolons betroffen: Hier stehen blutige Diarrhoen (Durchfall), Fieber und Gewichtsverlust im Vordergrund.

Bei der schweren Verlaufsform ist das gesamte Kolon befallen. Diese Patienten weisen Fieber, eine Anämie, einen beschleunigten Puls, eine Leukozytose (Vermehrung der weißen Blutkörperchen) und Diarrhoen (6 Stühle/24 Std) auf. Das führt dann zu Dehydration (Verlust an Wasser im Körper) und/oder Elektrolyt- und Eiweißverlusten.

Verlauf

Psychische Ereignisse können den Verlauf der Colitis ulcerosa beeinflussen.

Es werden 3 Verlaufsformen unterschieden:

  • Die leichte Form (ca. 60%) mit Befall von Rektum und Sigma (Dickdarm) hat eine gute Prognose.
  • Bei der mittelschweren Form  (ca. 25%) sind Rektum und größere Abschnitte des Kolons betroffen.
  • Bei der schweren Form (ca. 15%) ist das gesamte Kolon befallen.

 

Therapie:

Die Mehrzahl der Patienten spricht auf eine konservative Therapie an. Bei leichten Fällen mit kalorien- und vitaminreicher Kost,  Ausschalten von Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Bei schwerem Verlauf sind chemotherapeutische Behandlung sowie Corticosteroide (Kortison) als Stoßtherapie indiziert.

Bei Nichtansprechen der Therapie wird die Indikation für einen operativen Eingriff geprüft werden.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Labor großes Blutbild, Hämatologie und klinische Chemie
  • MR Abdomen
  • Optional Koloskopie virtuell oder konventionell
  • Sonographie Ober- und Unterbauch (Ultraschall)

Organe

  • Kolon (Dickdarm)
  • Lymphknoten

 

Hypertonie

Ursachen:

Blutdruck und Zustand (Elastizität) der Gefäßwand können einen Teufelskreis darstellen. Je elastischer die Wand eines Gefäßes ist, desto leichter kann dieses sich ausdehnen und einen erhöhten Druck abfangen. Wenn die Wand eines Gefäßes, dadurch dass sie geschädigt ist, steifer wird, steigt der Blutdruck. Dadurch wird die Schädigung der Wand weiter zunehmen. Entsprechend nimmt die Elastizität der Gefäßwand weiter ab.

Bei jedem 5. Erwachsenen liegen erhöhte Blutdruckwerte vor. Bei 80% der Fälle handelt es sich um eine leichte Form.

Der erhöhte Blutdruck ist die häufigste Ursache von Gefäßschäden (s.o.).

Symptome

Eine Blutdruckerhöhung verursacht im allgemeinen keine Beschwerden.

Mit stark erhöhten Blutdruckwerten:

  • Kopfschmerzen und Schwindelerscheinungen

Verlauf

Das Erkennen einer Elastizitätsabnahme der Gefäße ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass die Schädigung durch einen zu hohen Blutdruck bereits begonnen hat. Dieses merkt man häufig nicht beim Blutdruckmessen, da der Druck ja nicht immer hoch sein muss, um zu schädigen. Auch kürzere Phasen eines erhöhten Blutdrucks zum Beispiel in Stresssituationen (Gespräch beim Chef, sehr schnelles Autofahren, aufregendes Träumen) schädigen die Wand der Gefäße. Wenn die Blutdruckerhöhung bereits in dieser Phase erkannt und erfolgreich behandelt wird, so ist der Teufelskreis unterbrochen und es wird zu keiner Gefäßwandschädigung kommen, also auch nicht zu einem Schlaganfall. Gleiches gilt für die Erhöhung des Cholesterins oder des Blutzuckers.

Achtung:

Jede chronische Blutdrucksteigerung begünstigt die Entwicklung der Arteriosklerose (Gefäßschäden) mit den Folgeerscheinungen besonders im Bereich des Herzens, des Gehirns und der Nieren.

Praevention/Therapie:

Eine regelmäßige körperliche Bewegung (s. Bewegungstherapie) hat, wenn sie richtig gemacht wird, eine deutlich schützende Wirkung für die Elastizität der Gefäße.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers):
  • körperliche Untersuchung
  • Umfassende Blutuntersuchungen inkl. Labor Hämatologie, klinische Chemie, Hormone
  • Langzeitblutdruck
  • Ergo Spirometrie
  • Pulswellenanalyse, zentral-aortaler Druck
  • Doppler-Sonographie der Halsgefäße
  • Sonographie Abdomen
  • MR Abdomen

Organe

  • Aorta
  • Herz
  • Lunge

Kopfschmerzen / Migräne

KOPFSCHMERZEN

Häufiges Begleitsyndrom verschiedenster Erkrankungen (z.B. Nasennebenhöhlen-Affektionen, Glaukom (s.o.), degenerative HWS-Veränderungen, Hypertonie (s.o.), Zerebralsklerose (s.o.), Urämie („Harnvergiftung“), Depression, Lebensgewohnheiten wie Nikotin-, Alkohol- und Analgetika- (Schmerzmittel)-Missbrauch, Schlafmangel.

MIRGRÄNE

Familiär gehäuft aufkommender, periodischer, Stunden bis Tage anhaltender, halbseitiger oder bifrontaler Spannungskopfschmerz, häufig begleitet von vegetativen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheu, gesteigerte Reizbarkeit.

Symptome

Meistens als chronischer, an- und abschwellender, drückend empfundener Spannungskopfschmerz.

Alarmierende Symptome:

  • heftige, neuartige oder erstmalige Kopfschmerzen,
  • Übelkeit und Erbrechen,
  • Bewusstseinstrübung, epileptische Anfälle.

Verlauf

Therapie:

nach Ursache, ansonsten symptomatisch durch ASS, Paracetamol etc.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Labor großes Blutbild, Hämatologie und klinische Chemie
  • Mental-Diagnostik (Depressionen, Demenz, Psychosomatik, Burnout, Stressanalyse)
  • MR Gehirn inkl. Gefäße evtl. HWS
  • EEG, Doppler-Sonographie der Halsgefäße

Organe

  • Gehirn
  • Augen
  • Nasennebenhöhlen

Ulcus ventriculi

Ulcus ventriculi (Magengeschwür)

Ein Magengeschwür (Ulcus) ist ein lokalisierter Defekt in der Magenschleimhaut und entsteht durch ein Missverhältnis zwischen Magensäure und dem Schutzmechanismus des Magens.

Oft ist das Bakterium Helicobacter pylori die Ursache für das Ulcus.

Risikofaktoren

  • Dauermedikation mit Schmerzmitteln und/oder mit Glucocorticoiden
  • Rauchen
  • Alkohol

Symptome

  • Magen- und Duodenal-Geschwüre verursachen
    • stechende Bauchschmerzen
    • häufig Dauerschmerz oder verstärkt nach Nahrungsaufnahme
    • dabei auch Übelkeit und Erbrechen
  • Einige Geschwüre können auch symptomlos ablaufen, speziell bei Einnahme von Schmerzmitteln.

Verlauf

  • Ein Drittel der Patienten werden erst durch Komplikationen auffällig.
  • Ein Fünftel erleidet eine Blutung aus dem Geschwür, die zu Teerstuhl, blutigen oder kaffeesatzartigem Erbrechen führt.

Therapie

  • mit Helicobacter
    Eradikation des Keims durch Antibiotika-Therapie (Triple)
  • ohne Helicobacter
    Protonenpumpenhemmer
  • Stressreduktion
  • Nikotin-Karenz

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Labor großes Blutbild, Hämatologie und klinische Chemie
  • Magenspiegelung (Gastroskopie)
  • Sonographie Oberbauch

Organe

  • Magen
  • Darm

Gastritis

Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut)

Es wird nach dem Krankheitsverlauf entschieden – zwischen akuter und chronischer Form.

Entsprechend den Ursachen werden folgen Untertypen unterschieden:

  • Typ-A-Gastritis: Autoimmunkrankheit, dessen Pathogese (Entstehung der Krankheit) nicht völlig geklärt ist.
  • Typ-B-Gastritis: Ursache ist die bakterielle Infektion, meist des Helicobacter pylori
  • Typ-C-Gastritis: Ursache ist eine chemisch induzierte, wie z.B. durch Gallenflüssigkeit nach Magenoperationen, bestimmte Antirheumatika wie NSAR etc.
  • Typ-D-Gastritis: diverse Sonderformen, wie die Morbus Krohn-Gastritis etc.
  • Typ-R-Gastritis: bei Refluxösophagitis

Symptome

  • Bauchschmerzen, die sich als Druckgefühl im Oberbauch äußern
  • Schmerzen werden oft fehlgedeutet, wenn sie hinter dem Brustbein wahrgenommen werden.
  • Nach dem Essen Reduktion der Schmerzen, die mit aller Heftigkeit zurückkehren.
  • Teerstuhl, Bluterbrechen und Anämie durch Blutungen in der Magenschleimhaut.
  • unspezifische Symptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, dunkel-wässriger Durchfall und Erbrechen

Verlauf

  • Typ-A: Abhängig von der Schwere der Erkrankung
  • Medikamentöse Therapie mit Magensäure blockenden Protonenpumpenhemmer
  • Typ-B: Eradikation (Ausrotten) des Helicobacter pylori durch Triple-Therapie mit 2 Antibiotika und einem Protonenpumpenhemmer.
  • Typ-C: Verzicht schädlicher Noxen, wie die Einnahme der Medikamente, ein gesonderter Magenschutz ist ggfs. angezeigt.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Labor großes Blutbild, Hämatologie und klinische Chemie,
  • MR Abdomen
  • CT Lunge
  • Sonographie Oberbauch

Organe

  • Magen, Darm

Refluxösophagitis

Sodbrennen

Die Refluxösophagitis ist eine Entzündung der Schleimhaut der Speiseröhre (Ösophagus) durch den aus dem Magen zurückgelaufenen, sauren Magensaft bzw. Speisebrei.

Der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen funktioniert nicht mehr zuverlässig.

Symptome

  • Saures Aufstoßen vor allem nachts bedingt durch das Liegen, nach Mahlzeiten, speziell nach süßen Speisen
  • unspezifischer Brustschmerz auch ohne Sodbrennen
  • weitere Symptome: z.B. chronischer Husten, wenn der Magensaft bis in den Kehlkopf läuft.

Rauchen, viel Alkohol, starkes Übergewicht, fettreiche Speisen, sowie reichliches Essen vor dem Schlafengehen fördern einen Reflux.

Verlauf

Therapie

Reduktion der Magensäureproduktion, z.B. Protonenpumpenhemmer.

Operative Wiederherstellung der Schließmuskelfunktion.

Achtung:

Bei Vorliegen einer Refluxösophagitis sollte regelmäßig ein Test auf Helicobacter pylori durchgeführt werden.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Labor großes Blutbild, Hämatologie und klinische Chemie,
  • MR Abdomen
  • CT Lunge
  • Sonographie Oberbauch

Organe

  • Magen, Darm

Harninkontinenz

Harninkontinenz (unwillkürlicher Harnabgang aus der Blase)

Etwa jeder 6. Erwachsene ist von diesem Krankheitsbild in unterschiedlicher Ausprägung betroffen. Gehen jedoch Tröpfchen beim Husten, Niesen oder schwerem Heben ab, so wird von einer Belastungsinkontinenz gesprochen.

Dranginkontinenz

Starker Harndrang mit unwillkürlichem Harnabgang aus der Blase

Jeder kennt die Situation, dass man stärkeren Harndrang verspürt oder sehr eilig die Toilette aufsuchen muss. Wird der Harndrang aber übermächtig und gehen auf dem Weg zur Toilette schon die ersten Tropfen ab, so wird von einer Reizblase mit einer Dranginkontinenz gesprochen

Symptome

Unkontrolliertes Wasserlassen

Verlauf

Bei beiden Krankheitsbildern sind Frauen häufiger betroffen als Männer.

Therapie

Die Reizblase wird bis auf wenige Ausnahmen mit Medikamenten behandelt. Die Dranginkontinenz kann mit Medikamenten behandelt werden. Bei dem ganz überwiegenden Anteil der betroffenen Frauen wird dies mit einem kleinen operativen Eingriff korrigiert.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • körperliche Untersuchung
  • Umfassende Blutuntersuchungen inkl. Labor Hämatologie, klinische Chemie, Hormone
  • MR Abdomen
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Urologische Untersuchungen (optional MR Prostata inkl. Spektroskopie)
  • Sonographie Ober- und Unterbauch (Ultraschall)

Organe

  • Blase
  • Harnblase
  • Uterus (Gebärmutter)

 

 

Glaukom “Grüner Star“ / Hoher Augendruck

Bei einem Grünen Star kommt es aufgrund eines individuell zu hohen Augeninnendrucks zu einer langsam zunehmenden Schädigung des Sehnervs mit Untergang der Nervenfasern. Neben dem Augeninnendruck spielt auch die Durchblutung des Sehnervs eine entscheidende Rolle. Je niedriger der Augendruck, bei dem schon ein Sehnervschaden auftritt, desto mehr steht die Durchblutung im Vordergrund. Dementsprechend sind ein „Hochdruckglaukom“ und ein „Niederdruckglaukom“ zu unterscheiden.

Ein normaler Augendruck schließt ein Glaukom nicht aus, ebenso wenig wie ein statistisch hoher Augendruck nicht zwangsläufig ein Glaukom bedeutet. Erst die Sehnervenschädigung durch den individuell zu hohen Augendruck definiert das Glaukom.

Ursachen

Ursächlich für den hohen Augendruck (Hochdruckglaukom) sind insbesondere erhöhte Widerstände im Abflussbereich des Augenwassers durch degenerative Umbauprozesse. Auch ein sehr enger Abfluss oder eine Pigment- oder Eiweißaussaat können die Entwicklung eines Glaukoms begünstigen.

Niederdruckglaukom

Ursächlich für eine reduzierte Durchblutung (Niederdruckglaukom) ist insbesondere niedriger Blutdruck. Teilweise kommen hier auch atherosklerotische Veränderungen (Arterienverkalkung) in Betracht.

Symptome

Hochdruckglaukom

primär durch Gesichtsfeldeinschränkungen.

Bei fehlenden augenärztlichen Kontrollen wird ein Glaukom oft leider erst sehr und häufig auch zu spät diagnostiziert, da erst im Spätstadium vom Patienten entsprechende Einschränkungen bemerkt werden. Auch Augendruck äußert sich erst ab deutlich zu hohen Druckwerten mit Schmerzen. Die Veränderungen an Sehnerven sind irreversibel, daher ist eine frühe Diagnostik entscheidend, um das Gesichtsfeld auch langfristig zu erhalten.

Verlauf

Hochdruckglaukom

Therapie

Das Hochdruckglaukom wird in der Regel zunächst mit Augentropfen, welche 1-3x/d gegeben werden müssen, therapiert. Diese können teilweise auch kombiniert und hierdurch verstärkt werden. Ist der Befund hierdurch nicht zu stabilisieren, stehen Lasereingriffe oder auch „richtige“ operative Eingriffe zu Verfügung.

Risikofaktoren

Neben familiärer Belastung ist insbesondere eine hohe Kurzsichtigkeit oder auch eine dünne Hornhaut als Risikofaktor eines Hochdruckglaukoms anzusehen, auch dunkle Hautfarbe ist ein Risikofaktor.

Niederdruckglaukom

Beim Niederdruckglaukom ist die Besserung der Durchblutung ebenfalls sehr wichtig. Zur Drucksenkung kommen hier körperliche Betätigung, Magnesium oder auch salzreiche Kost in Betracht. Auch eine Untersuchung im Schlaflabor (Schnarchen?) kann weiterführende Therapieansätze bringen. In seltenen Fällen kann ein medikamentöses Anheben des Blutdrucks erforderlich sein.

Risikofaktoren

Risikofaktoren eines Niederdruckglaukoms sind neben niedrigem Blutdruck auch wiederkehrende Krämpfe, Tinnitus (Ohrgeräusche ), Schwindel, kalte Finger/Füße oder nächtliches Schnarchen.

Untersuchungen

  • Anamnese (Geschichte Ihres Körpers)
  • Augenärztliche Untersuchung

Organe

  • Augen